Flagge-Brasilien

Kontakt mit Brasilien

Mit Geldern der Dreikönigsaktion (Sternsingen) haben Kinder aus Armenvierteln in Rio de Janeiro ein eigenes Haus bekommen, in dem sie tagsüber betreut werden. Die bevorstehende Fußball-WM ist für diese Kinder eine große Bedrohung, weil ihnen die Absiedlung droht. Die brasilianische Regierung will nämlich, dass die Touristen in Brasilien keine Armut sehen. Die Jungschar Schönering hat über Vermittlung des österreichischen Dreikönigsaktions-Büros in Wien Kontakt mit diesen Kindern aufgenommen. Wir schicken uns Briefe und Videonachrichten über den Ozean hin und her. Darin teilen wir uns mit, wie wir heißen, wie unser Alltag aussieht, was unsere Hobbys sind und vieles mehr.

Unser erster Brief:

Post von der Jungschar Schönering nach Rio de Janeiro:
Liebe Kinder vom Projekt SER in Brasilien!
Wir sind die Jungschar Schönering in Oberösterreich. Wir sind rund 50 Kinder und legen euch ein paar Fotos bei von uns, damit ihr euch vorstellen könnt, wie unsere Gruppe so aussieht.

Wir beschäftigen uns seit einiger Zeit intensiv mit eurem Schicksal, mit der Situation in Brasilien und dem Thema Fußball aus entwicklungspolitischer Sicht. Wir haben uns damit beschäftigt, wo unsere Fußbälle genäht werden und wo unsere Fantrikots herkommen und dass dies oft unter ausbeuterischen Umständen geschieht.

Einmal haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und uns in jeder Gruppe jeweils in bestimmte brasilianische Menschen hineingedacht (Bürgermeister-prefeito, Fußballfans-torcedores, umgesiedelte Kinder-crianças removidas, Straßenverkäufer-camelôs) und uns überlegt, ob diese Menschen von der WM eher einen Nutzen oder eher einen Schaden haben. Nach dieser Gruppenarbeit hat jede Kleingruppe einen Vertreter bestimmt und es wurde heftig über die Vor- und Nachteile der Fußball-WM aus Sicht der verschiedenen Betroffenen diskutiert. Wir schicken euch Fotos von den Kleingruppen und von unserer Diskussion.

Liebe Grüße: Jungschar Schönering

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